Der beste Senior, den Sie 2026 einstellen, ist vielleicht 66 und in Rente
Die Aktivrente soll Menschen im Job halten. Man kann sie auch andersherum lesen, als Einladung, erfahrene Kolleginnen und Kollegen zurückzuholen.

Seit Januar 2026 dürfen Rentnerinnen und Rentner bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen. Die Aktivrente soll in erster Linie Menschen im Job halten, die sonst aufhören würden. Man kann sie aber auch andersherum lesen: als Einladung, erfahrene Kolleginnen und Kollegen zurückzuholen, die bereits gegangen sind.
Wissen, das sonst verloren geht
Gerade im Software-Mittelstand gibt es diese Fälle häufiger, als man denkt. Die Architektin, die mit 64 gegangen ist, weil Vollzeit nicht mehr passte. Der Entwickler, der sein Wissen über ein Legacy-System mitgenommen hat, das heute mehrere Personen mühsam rekonstruieren müssen. In beiden Fällen steckt Wissen im Ruhestand, das eine Nachbesetzung nicht einfach ersetzt.
Ein besseres Geschäft für beide Seiten
Zwei Tage die Woche, steuerfrei attraktiv vergütet, mit einer klar umrissenen Rolle: Das ist für viele erfahrene Fachkräfte ein interessanteres Angebot als eine klassische Vollzeitstelle, und für Unternehmen oft die schnellere Lösung als eine monatelange Suche im Blindflug.
Was Sie jetzt tun sollten
- Prüfen, ob es in Ihrem Umfeld Personen gibt, die in den letzten Jahren in Rente gegangen sind und deren Wissen heute fehlt.
- Aktiv das Gespräch suchen, auch wenn der letzte Kontakt schon länger zurückliegt.
- Eine klar abgegrenzte, reduzierte Rolle anbieten, statt die alte Vollzeitstelle unverändert wiederzubeleben.
Nicht jede Rolle eignet sich dafür, und die Sozialversicherung rechnet weiterhin mit. Aber wenn eine Stelle bei Ihnen seit Monaten unbesetzt bleibt, kostet ein Anruf bei jemandem, der bereits gegangen ist, nichts.
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Quellen
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Konsequent digital, kompromisslos h(e)rzlich.
Über 15 Jahre Personalwesen, Verantwortung für Strukturen mit 120+ Mitarbeitenden. Sie kennt Strategie und operative Realität wachsender Unternehmen gleichermaßen.